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„Die eroFame ist nur dann richtig gut, wenn sie im Interesse der Besucher ausgerichtet wird.“

Die Aussteller der kommenden eroFame sind bereits in dieser sowie in der August-Ausgabe zu Wort gekommen, jetzt will eLINE auch dem Veranstalter Gehör schenken. Wieland Hofmeister, Geschäftsführer der Mediatainment Publishing eroFame GmbH, gibt somit einen Überblick über den Stand der Vorbereitungen sowie zu aktuellen Entwicklungen der eroFame 2016.


Die eroFame öffnet im Oktober ihre Pforten zum siebten Mal in Folge. Sind Sie angesichts des ‚verflixten siebten Jahres‘ eher angespannt oder guter Dinge?
Wieland Hofmeister: Vor jeder eroFame erhöht sich – um gefühlt plus einhundert Prozent – mein Pulsschlag. Immerhin übernehmen wir eine große Verantwortung: Die Aussteller wollen professionell schon während der Aufbauphase und natürlich während der Messetage betreut werden, die Besucher sollen im eigenen und im Interesse unserer Kunden die eroFame positiv erleben. Eigentlich wollen und müssen wir es allen recht machen – das ist schon eine sportliche Herausforderung. Da ich nicht abergläubisch bin, beeindruckt mich die „Sieben“ so gar nicht, eher, dass wir nun schon diese vielen Jahre erfolgreich die eroFame mit allen Beteiligten gemeinsam veranstaltet haben.

Wieland Hofmeister

Keine Zeit, um zum Fotografen zu gehen, daher heißt es ’selbst ist der Mann‘: Wieland Hofmeister im eroFame-Fieber

Außerdem hatten wir bezüglich der zukünftigen Ausrichtung der kommenden eroFame-Messen zu Jahresbeginn intensive Gespräche mit langjährigen Ausstellern. Das Resultat dieser Treffen war unter anderem eine Rundum-Befragung aller bis dato vertretenen Ausstellerfirmen auf der eroFame, sowie eine Besucherbefragung via Mail und beiliegenden Fragebögen in den führenden Fachmagazinen, zum Beispiel EAN und eLINE. Hierbei wurden – so denken wir – sämtliche Belange abgefragt, die die eroFame-Teilnehmer betreffen oder betreffen könnten. Basierend auf der Auswertung dieser Aktion sehe ich der kommenden Veranstaltung sehr entspannt entgegen: Die allermeisten Teilnehmer der eroFame wünschen sich bis dato keine Veränderung des Konzepts. Dieses Ergebnis bestätigt und beruhigt uns.

Können Sie einen kurzen Überblick über die Vorbereitungen zur siebten eroFame geben?
In diesem Jahr sind wir wieder in Halle 2 auf dem expo-Gelände Hannover untergebracht – diese Location ist vielen ja schon bestens bekannt. Eine tolle, helle Halle direkt am Eingang des Messegeländes; allerdings auch kleiner als zum Beispiel Halle 27, in der wir letztes Jahr untergebracht waren. Der Platz, der uns nun zur Verfügung steht, war recht zügig ausgebucht, sprich: Wir sind dieses Jahr voll. Ein großartiges Ergebnis bis jetzt! Aktuell betreuen wir die Wünsche unserer Aussteller und organisieren den Messeverlauf – wie immer werden alle Teilnehmer der eroFame zum Essen, Trinken und Feiern eingeladen, zudem wollen viele in Hotels untergebracht werden und wir stehen fast non stop Rede und Antwort – das bedarf einiger Konzentration bei der Planung. Ansonsten folgen wir weiter dem Motto: ‚Never change a winning team…‘

„Ich behaupte, dass jeder, der in unserer Branche mitspielen will, die eroFame kennt.“

Mit rund 180 ausstellenden Unternehmen liegt die kommende eroFame im Vergleich zu den Vorjahren annähernd gleichauf?
Exakt. Wie erwähnt sind wir räumlich begrenzt, durch eine sinnvolle Quadratmeteraufteilung bekommen wir aber alle maßgeblichen Firmen in der Halle untergebracht. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, behaupte ich auch dieses Jahr, dass alle wichtigen Player unserer Branche auf der eroFame vertreten sind. Das bestätigen uns auch die Aussagen bei der Vorabrundfrage, in der wir wissen wollten, wie die eroFame 2016 eingeschätzt wird: ´Die eroFame ist die beste, größte und wichtigste Fachmesse in Europa´ – dieses bemerkenswerte Urteil kommt im übrigen nicht von mir, aber ich schließe mich sehr gern dieser Meinung an.

Gibt es viele neue Firmen unter den Ausstellern oder sind es überwiegend bekannte Gesichter, die wir auf der eroFame sehen werden?
Wir gehen davon aus, dass dieses Jahr letztendlich wieder an die 200 Labels vertreten sein werden, circa zehn Prozent davon begrüßen wir als neue Aussteller.

Und wie in den Vorjahren kommen Aussteller und Besucher aus allen Ländern der Welt? Ist der Trend zur Globalisierung der eroFame also unbegrenzt?
Im Prinzip ja. Dennoch bin ich der persönlichen Meinung, dass wir den Zenit der Teilnehmer auf der eroFame erreicht haben – unabhängig von den weltweit zu generierenden Umsätzen der Branche. Hier sehe ich noch deutlich Luft nach oben, zumal sich die Toleranz in der Gesellschaft gegenüber erotischen Lifstyle-Produkten immer weiter öffnen wird. Die sogenannte Globalisierung unserer Branche bedeutet aber auch, dass Produktionsfirmen ebenfalls weltweit aufgestellt sind und entsprechend anbieten – ich verrate kein Geheimnis, wenn ich speziell die ostasiatischen Fabriken hierbei erwähnen muss. Diese Länder bringen seit einiger Zeit Produkte im Eigenvertrieb auf den Markt, die aufgrund der dort gezahlten Niedriglöhne gewachsene Preisstrukturen der westlichen Industrienationen unterwandern. Das betrifft nicht nur unsere Branche und ist aus unserer Sicht volkswirtschaftlich hochgefährlich, bewegen wir uns doch in Europa und in Nordamerika auf einem ganz anderen Kostenniveau, das mit den Lebenshaltungskosten in besagten Ländern nicht zu vergleichen ist. Dieser Situation müssen sich der Handel sowie die Fachpresse, Messen und Verbraucher verantwortungsbewusst stellen und Flagge zeigen. Die eroFame bezeichnet sich vorrangig als europäische b2b-Fachmesse. Den größten Anteil der Aussteller und Fachbesucher bilden Firmen aus diesem Territorium, hauptsächlich ergänzt durch weitere Aussteller aus den USA.

„Die eroFame bezeichnet sich vorrangig als europäische b2b-Fachmesse.“

Welche Erwartungen haben Sie in Bezug auf die Anzahl der Besucher der kommenden eroFame? Oder geht es ohnehin um Qualität statt Quantität?
Bitte entschuldigen Sie meine Offenheit: Mich ermüdet diese Frage so langsam, die nicht nur immer wieder von der Fachpresse, sondern auch von einigen Ausstellern an uns gerichtet wird. Wir schöpfen so ziemlich alle Werbewege für die eroFame aus, die in Richtung europäischen Fachhandel gehen, seien es PR-Aktionen in allen Fachmagazinen der Branche oder geschaltete Anzeigen und Beilagen in diesen, versenden periodisch eigene Newsletter, werden auch hierbei ebenfalls von den führenden Fachmagazinen unterstützt, sind online stark präsent und bieten den Ausstellern spezielle Werbeunterstützung. Letztes Jahr konnten wir im Zeitraum August / September bis zum Messestart in der ersten Oktoberwoche nahezu 30.000 Visits auf unserer Homepage www.eroFame.eu verzeichnen.
Ich behaupte, dass jeder, der in unserer Branche mitspielen will, die eroFame kennt. Die Vollprofis kommen jedes Jahr, deswegen wird auch immer wieder die hohe Qualität der Fachbesucher auf der eroFame von allen geschätzt und erwähnt. Ich hoffe – vor allem im Interesse unserer Aussteller -, dass sich daran zukünftig nichts ändern wird. Im globalen Vergleich mit anderen b2b-Fachmessen unserer Branche stehen wir aktuell ohnehin an erster Stelle des Fachbesucheraufkommens.

Sie haben zurecht immer darauf hingewiesen, dass die Aussteller ihren Teil dazu beitragen müssen, Werbung für die eroFame zu machen und ihre Kunden einzuladen. Ist diese Botschaft verstanden worden oder besteht immer noch Optimierungsbedarf?
In fünf verschiedenen Sprachen kann man bei uns die V.I.P-Einladungskarten, die inklusive einer eroFame-Broschüre und der Eintrittskarte für das wieder stattfindende Oktoberfest produziert sind, kostenlos bestellen – immer mehr Aussteller nehmen dieses Angebot erfreulicherweise an. Wenn Sie mich fragen, so wundert es mich dennoch, dass nicht jeder Aussteller von diesem Angebot Gebrauch macht. Aber die Einmaleins-Regeln des Marketings werden von dem einen oder anderen eben anders behandelt. Also ja, es besteht immer noch Optimierungsbedarf.

„Im globalen Vergleich mit anderen b2b-Fachmessen unserer Branche stehen wir aktuell an erster Stelle des Fachbesucheraufkommens.“

Letztes Jahr wurden neue Richtlinien für die Besucher der Messe erlassen und entsprechend durchgesetzt. Von welchen Erfahrungen diesbezüglich können Sie berichten?
Richtig, wir haben nicht nur Regeln aufgestellt, sondern auch auf Einhaltung dieser gedrängt, das alles hauptsächlich im Interesse unserer Aussteller. Leider mussten wir tatsächlich 2015 einige ‚Schwarze Schafe‘ von der Messe verweisen – denn es kann natürlich nicht angehen, dass offiziell und ohne Rechtsbewusstsein Coppyright-Verletzungen auf der eroFame ausgelebt werden können. Auch sind wir gegenüber unseren Kunden verpflichtet, zu prüfen, ob Angebote in den sogenannten neutralen Zonen offeriert werden, obwohl diese Firmenvertreter keinen Stand auf der eroFame gebucht haben. Im Sinne der Gerechtigkeit dulden wir auch das nicht – wer auf der eroFame Ware anbieten möchte, der mietet hierfür auch bitte einen Messestand. Aus diesen Gründen werden wir auch zukünftig die Kontrollverfahren beibehalten.

Es ist zu hören, dass die eroFame den Zugang zum Oktoberfest etwas strenger handhaben will. Warum dieser Schritt? Und wie soll er in der Praxis umgesetzt werden?
Na, so drastisch würde ich das nicht formulieren – immerhin wollen wir einen geselligen und fröhlichen Abend in Feierlaune verbringen – bitte aber unter uns. Das heißt, dass die Besucher ausschließlich Branchenteilnehmer sind, die für das eroFame-Oktoberfest eine Eintrittskarte erhalten haben. Diese bekommt man beim Akkreditieren am Messe-Counter, via Beilage in den führenden Fachmagazinen unserer Branche oder direkt auf einem der Stände auf der eroFame. Wir haben in den vergangenen Jahren die Kartenkontrolle salopp gehandhabt, das möchten wir verbessern. Also: Bitte legen Sie Ihr V.I.P.-Ticket beim Einlass in die Münchner Halle vor. Herzlichen Dank!

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Abgesehen von den angesprochenen Veränderungen, bleibt das Grundkonzept der eroFame aber auch dieses Jahr bestehen?
Jawohl. Wir planen von uns aus auch für die nächsten Jahre keine gravierende Änderung des eroFame-Konzepts, möchten aber die diesjährige Befragungsaktion aller Teilnehmer nochmals während der Veranstaltung wiederholen beziehungsweise intensivieren. Hierfür stehen wir persönlich Rede und Antwort und bitten um das Ausfüllen der auf der Messe ausliegenden Fragebögen. Die eroFame ist nur dann richtig gut, wenn sie im Interesse der Besucher ausgerichtet wird. Diesem Motto werden wir ganz sicher auch zukünftig folgen.

Deutliche Worte, Herr Hofmeister. Wir danken Ihnen für das Gespräch!
Bleibt mir noch zu sagen, dass ich mich wie immer sehr auf die eroFame-Tage freue, hier treffe ich wunderbare Menschen in einer aufregenden Branche. Allen Teilnehmern wünsche ich eine gute Anreise und beste Geschäfte und interessante Kontakte, wenn es heißen wird: Tore auf zur eroFame 2016!

Matthias Poehl

Veröffentlicht von Matthias Poehl