Neujahrsvorsätze und die Penisgröße haben nichts gemeinsam?

Das Weihnachtsgeschäft, der Valentinstag, Halloween… es gibt verschiedene zeitlich begrenzte Faktoren, die den Umsatz des Erotikmarkts anwachsen lassen. Und auch wenn auch dieses Jahr wieder das eine oder andere Lingerie-Produkt unter dem Weihnachtsbaum liegen wird, ist es doch schwer vorstellbar, dass jemand einen Penis Expander unter seinen Geschenken findet. Doch Klaus Pedersen, geschäftsführender Gesellschafter von DanaMedic & Danalife, belehrt uns eines Besseren.
 


Sind MaleEdge und Jes-Extender von saisonalen Schwankungen ausgeschlossen?
Klaus Pedersen: Ein Penis Extender ist sicher nicht das, was ein Mann von seiner Frau, Freundin oder Partnerin zu Weihnachten bekommen möchte – nichtsdestotrotz will er ihn als Geschenk für sich selbst. Wir sehen ganz klar eine steigende Nachfrage nach MaleEdge und Jes-Extender Produkten von Dezember bis März – und zwar jedes Jahr wieder!
Eure Produkte werden also in der Zeit vom Ende eines Jahres bis in die ersten drei Monate des neuen Jahres besonders nachgefragt?
Richtig! In der Tat ist die Nachfrage seitens der Konsumenten rund um Weihnachten und in den ersten drei Monaten des darauffolgenden Jahres am höchsten. Das gilt übrigens sowohl für den stationären Handel als auch für den E-Commerce.
Wie erklärt ihr euch dieses ‚Phänomen‘?
Durch Neujahrsvorsätze und die Intention, sich etwas Gutes tun zu wollen – Männer wollen sich gut fühlen, ein stärkeres Selbstbewusstsein haben, einen besseren Körper haben… genau deswegen gehen sie ja zum Beispiel ins Fitnessstudio. Jeder zweite Mann macht sich Gedanken um die Größe seines besten Stückes und denkt das ganze Jahr darüber nach, diesbezüglich aktiv zu werden. In der Weihnachtszeit und kurz danach machen sich dann viele auf den Weg, um etwas zu tun.
Viele Vorsätze, wie zum Beispiel mit dem Rauchen aufzuhören, mehr Sport usw. sind geläufig, aber dass auch der Wunsch nach einem größeren Penis diesbezüglich geäußert wird, ist nicht so verbreitet, oder doch?
Nun, ja, offensichtlich ist das aber in der Tat für viele Männer ein großes Problem – wie gesagt, 50% der Männer machen sich Gedanken darüber, was sie machen können, um einen größeren Penis zu bekommen. Das heißt also, dass sie meinen, dass ihr Penis zu klein ist. Zudem glauben wir, dass auch die Weihnachtszeit mit den damit verbundenen Weihnachtseinkäufen sowie der Wunsch nach Selbstverwirklichung wichtige Rollen spielen. Also kann ich sagen, dass ich annehme, dass nicht wenige Männer das Jahr mit dem Vorsatz beginnen, ihren Penis vergrößern zu wollen.
Klaus Pedersen
Klaus Pedersen

Wie äußert sich denn dieses ‚Phänomen‘ in Zahlen? Wie groß ist denn der Unterschied der Verkaufszahlen zu den anderen Monaten im Jahr?
Die Verkaufszahlen liegen rund 30% höher als im Rest des Jahres. Diese Zahl ist übrigens seit Jahren konstant.
Wie reagiert ihr als Unternehmen auf dieses ‚Phänomen‘? Inwiefern nutzt ihr dieses saisonale Hoch für eure Zwecke?
Wir kommunizieren dieses Phänomen in Richtung der Wiederverkäufer. Wir produzieren und liefern maßgeschneiderte Promotion-Materialien für den Wiederverkauf. Wir versuchen, den Handel zu motivieren, damit er selbst Kampagnen bezüglich des Phänomens startet.
Wie bindet ihr eure Distributions- und Großhandelspartner ein, damit diese auch von dem angesprochenen ‚Phänomen‘ profitieren?
Wir führen mit Großhändlern gemeinsam maßgeschneiderte Kampagnen in Print und im Internet durch, damit die Botschaft verkündet wird. Wir passen uns auch den unterschiedlichen Märkten und Ländern an, in denen unsere Großhändler aktiv sind.
Weiß der Handel bzw. der Wiederverkauf von diesem ‚Phänomen‘? Oder sind eher das Weihnachtgeschäft, der Valentinstag etc. im Kopf verankert?
Sie wissen zum Teil darüber Bescheid, aber wir müssen sie noch viel stärker aufklären – und wir müssen sie immer wieder erinnern! Wie wir schon festgestellt haben, ist dieses Phänomen nicht etwas, was jedem Wiederverkäufer sofort offensichtlich ist. Daher müssen wir damit weiter fortfahren, den Markt darauf aufmerksam zu machen.
Es gilt also für den Handel, auf das ‚Phänomen‘ zu reagieren, um davon zu profitieren. Hast du diesbezüglich ein paar Tipps parat? Genug Produkte auf Lager zu haben, reicht sicherlich nicht …
Gut, ausreichend bevorratet zu sein, ist schon mal der erste Schritt. Und dann gilt es für sie zu realisieren, dass sie im stationären Geschäft wie auch im E-Commerce pro-aktiv sein müssen mit unseren Marken, ihren Features, ihren Wirkungen etc. Es ist auch notwendig, das Personal richtig zu schulen. Auch die Erkenntnis, dass die Summe sehr hoch ist, die eingenommen wird, wenn eines unserer Produkte verkauft wird, hilft. Für jede Saison und jede Kampagne gilt natürlich, dass der Händler sie bewerben muss. Wir versorgen den Handel und Großhandel durch unser Marketingportal mit vielen Ressourcen. So können die Wiederverkäufer ihre eigenen lokalen Weihnachtskampagnen oder Neujahrskampagnen starten, denn diese können von Markt zu Markt und von Land zu Land sehr variieren.
Kann es dem Handel sogar gelingen, die Geisteshaltung bzw. die Motivation von Menschen, die sich vornehmen, gesünder zu leben, fitter zu werden etc. auf das Thema Penisvergrößerung zu lenken?
Ganz bestimmt. Und wie gesagt, der Markt bzw. die Männer suchen nach Lösungen. Das Thema Penisvergrößerung hat viel damit zu tun, dass eigene persönliche Training mit dem dazugehörigen Produkt durchzuführen und zwar neben all den den anderen Aktivitäten, die der Mann für sich und sein Selbstbewusstsein unternimmt.